Teilhabe als Voraussetzung
für ein gelingendes Leben in der 3. Und 4. Lebensphase

Ein zukunftsorientiertes Konzept der Caritas im Bistum Essen zur Gestaltung von Sozialräumen
Modellprojekt St. Winfried, Essen-Kray
Träger: Theresia-Albers-Stiftung, Hattingen-Bredenscheid


Das Modell soll unter Berücksichtigung bestehender institutionelle Hilfesysteme in Ergänzung neuer Wohn-, Versorgungs- und Dienstleistungsangebote den wachsenden Bedarf an sozialer Sicherung undVersorgung quartiersorientiert gewährleisten. Dabei werden die berechtigten Interessen der Nutzer nach Selbstbestimmung und eigenverantwortlicher Teilhabe im Vordergrund stehen. Verfügbare personelle und materielle Ressourcen, die im Gemeinwesen vorhanden sind, werden aktiv in den Planungs- und Umsetzungsprozess mit einbezogen. Ziel ist es, dass Gesellschaft und Politik (alternde) Menschen mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen für die Gesellschaft und nicht nur als eine „Belastung“ des sozialen Sicherungssystems wahrnehmen.

Das Modellprojekt wird aus Sicht der Caritas wesentlich dazu beitragen, die Lebenssituation und Lebensqualität der Menschen im Quartier maßgeblich und nachhaltig zu verbessern. Das Vorhaben sieht eine wissenschaftliche Begleitung vor. Dabei stehen die Gestaltung der Prozesse und Strukturen im Fokus.

Das Modell wird sich im Stadtteil Essen-Kray, im Bereich einer ehemaligen Zechensiedlung (Bonifatius), etablieren. Die vorgesehene Koordinations- und Beratungsstelle soll in den Räumen des ehemaligen Pfarrbüros der nicht mehr genutzten Kirche St. Winfried an der Straße „Auf`m Berg“ untergebracht sein.

Träger des Projektansatzes ist die Theresia-Albers-Stiftung, Hattingen-Bredenscheid in Kooperation mit Pädea, Institut f. Bildung, Beratung u. Forschung im Sozial- u. Gesundheitswesen, Münster.

Gespräche wurden bereits mit den Verantwortlichen in der (kath. und ev.) Gemeinde und mit der Bezirksvertretung geführt. In einer „Gemeindeversammlung“ diskutierten 120 Bewohner der Gemeinde offen über Vorstellungen, Engagement und Erwartungen, die mit dem Projekt verbunden sind. Eine ausführliche Projektskizze liegt vor.

Die zuständige Kommune, die Stadt Essen, Sozialdezernat, hat das Projekt begrüßt. Der Caritasverband für das Bistum Essen ist involviert und beteiligt sich personell sowohl an der Konzepterarbeitung als auch an der Umsetzung.

Das Projekt wird finanziell (Förderantrag wurde genehmigt) von der Stiftung für Wohlfahrtspflege des Landes NRW unterstützt.