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01. März 2021

Bischof Overbeck gedenkt in St. Josef der Corona-Toten: „Es lohnt sich, auf Gott zu vertrauen!“

„Es tut gut, dass wir beten können!“ Fast klang es wie ein Stoßseufzer, als der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck dies am Anfang einer Wortgottesfeier sagte, die er am gestrigen Sonntag in unserem Altenheim feierte. Hier wollte er – stellvertretend für alle Bewohner und Pflegekräfte in den Einrichtungen des Ruhrbistums, die in den letzten Monaten in besonderer Weise unter den Folgen der Pandemie zu leiden hatten – ein Zeichen der Erinnerung, der Hoffnung und der Solidarität setzen.

„In dieser Situation tut es gut, Beten zu können und uns Gott anzuvertrauen: Wir wissen zwar, dass der Tod das Ende des menschlichen Lebens ist, dürfen aber im Gebet der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass er gleichzeitig der Durchgang zum Ewigen Leben darstellt.“ Overbeck verwies zudem auf das Tagesevangelium der „Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor“ und das Gottvertrauen, mit dem Jesu in den Tod ging und wieder auferstand. „Vielleicht ist es dieses Gottvertrauen eine der wichtigen Haltungen in unserem Leben – erst recht, wenn es schwer wird, wenn uns unsere Grenzen beschäftigen und wir nicht mehr weiterwissen. Dann zählen viele Worte nicht mehr – sondern Haltung. Und die Texte der Bibel erzählen uns heute, dass es sich lohnt, die Haltung des Gottvertrauens einzunehmen.“

Dank an das Pflegepersonal
Der Gottesdienst, den die Bewohner, die Pflegekräfte und der Bischof bei herrlichem Sonnenschein in unserem Garten feierten, stand nicht nur im Zeichen des Gedenkens an die Corona-Verstorbenen. Bischof Overbeck nahm auch die Angehörigen mit in den Blick, die ebenfalls unter den Auswirkungen der seit über einem Jahr dauernden Pandemie zu leiden hatten. Mehrfach bedankte er sich beim Pflegepersonal, das in den letzten Monaten vielfach deutlich über die Belastungsgrenzen hinaus gegangen sei, um den ihnen anvertrauten Menschen beizustehen: „Ich danke Ihnen und den Seelsorgeverantwortlichen für Ihren Dienst, in dem Sie den Kranken und Schwachen in diesen schweren Stunden beistehen und ihnen deutlich machen: Du bist nicht allein!“
Overbeck, der noch vor wenigen Monaten im Rahmen der üblichen Pfarrvisitation in Hattingen gewesen war, fügte hinzu, dass er „damals nicht daran gedacht hätte, nach so kurzer Zeit wieder hier zu sein und diese Gedenkandacht für die Corona-Toten hier mit Ihnen zu begehen“. Die Wortgottesfeier sah er ausdrücklich als seelsorglichen Besuch, um die Mitbewohner und das Pflegepersonal zu stärken.

Mut zusprechen und Freude teilen
Nach dem Gottesdienst stand in einigen persönlichen Gesprächen des Bischofs mit Bewohnern und Pflegekräften die Not bei unvermeidlichen Quarantänemaßnahmen ebenso im Fokus wie die große psychische und physische Belastung, unter der das Personal über Wochen den schwierigen Dienst versah. Overbeck sprach auch hier Mut zu, teilte aber auch die Freude von Betroffenen, die die Infizierung mit dem Covid19-Virus überstanden hatten und nun wieder gesund sind.
Meinolf Roth, Vorstand unserer Theresia-Albers-Stiftung, zu der auch unser Haus gehört, dankte dem Bischof für seinen Besuch und für seine zuversichtlich stimmenden Worte: „Es hat gut getan, Sie bei uns zu wissen und durch diesen Gedenkgottesdienst Stärkung zu erfahren!“

(Fotos: Nicole Cronauge/Bistum Essen und Hubert Röser/TAS)


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