09. April 2026

Entspannungsklänge im Marienheim

Ein besonderes Angebot bereitet den Bewohnerinnen und Bewohnern des Marienheims seit geraumer Zeit Freude und Entspannung: Alltagsbetreuer Elmar Rahn benutzt Klangschalen und Gongs, um Beruhigung zu fördern, Stress abzubauen und Blockaden zu lösen.

„Anfangs stand ich der Klangschalenarbeit sehr kritisch gegenüber und habe sie – um ehrlich zu sein – als Hokuspokus angesehen. Doch eine Fortbildung gab mir die Möglichkeit, mich mit der Anwendung und den Ergebnissen näher auseinanderzusetzen und ich konnte Erfahrungen am eigenen Körper machen, die mich ziemlich beeindruckt haben“, erinnert sich Rahn. Seither brennt er für diese Entspannungsmethode, die bei den Bewohnerinnen und Bewohnern viel Anklang findet.

„Meistens setze ich die Klangschalen im Rahmen der Einzelbetreuung ein“, erklärt Rahn. Dazu werden unterschiedlich große Schalen auf dem Körper verteilt, die dann angeschlagen werden. Die Vibrationen werden durch das sich im Körper befindliche Wasser weitergeleitet und als sehr angenehm empfunden. „Das fühlt sich an, als ob tausende Ameisen über meine Haut gelaufen wären“, lacht Gisela Molter, nachdem die Anwendung bei ihr beendet war, „das ist eine ganz wunderbare Entspannung.“ Elmar Rahn bestätigt diesen Eindruck aus zahlreichen Therapiesitzungen. „Man kann den Menschen förmlich im Gesicht ansehen, wie sich das Wohlbefinden ausbreitet.“ Doch die Entspannung ist nur ein Effekt der Therapie: Durch die Beruhigung des Nervensystems können bei entsprechender Disposition auch Ängste und Schmerzen gelindert werden. Die Klänge in den Sitzungen werden meist mit Licht- und Duftelementen unterstützt.

Nach seiner ersten Fortbildung in diesem Bereich hat sich Elmar Rahn im Netz und bei weiteren Schulungen fortgebildet und sich sogar privat Schalen und Gongs gekauft, die er im Marienheim einsetzt. Diese Gongs stammen wie die Klangschalen ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Sie werden dort in Ritualen sowie bei Zeremonien, Meditationen und Klangheilungen eingesetzt und unterscheiden sich in Form, Klang und Material. „Das Thema fasziniert mich einfach“, sagt der 62-jährige Alltagsbetreuer, der auch ansonsten sehr musikbegeistert ist und in seiner Freizeit – teils mit KI-Unterstützung – gerne eigene Stücke komponiert.

„Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind ein ruhiger Raum, gegenseitiges Vertrauen und die Bereitschaft, sich auf die Töne einzulassen“, sagt Rahn.

 


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