29. August 2025

Tagespflege Oase begrüßt den 2000. Gast

Die „Oase“ in Überruhr – Essens älteste Tagespflegeeinrichtung – hat gestern mit Gisela Bußmann (81) ihren 2000. Betreuungsgast begrüßt: Zur Feierstunde war auch Oberbürgermeister Thomas Kufen anwesend, der nicht schlecht staunte, als ihn die Gäste und Mitarbeitenden mit einer eigens für ihn umgedichteten Version von „Horch, was kommt von draußen rein“ begrüßte. „Das ist mir ja noch nie passiert, dass man für mich ein Lied geschrieben hat“, lachte er überrascht, bevor er der Jubilarin einen schönen Blumenstrauß überreichte. Sein mitgebrachtes Redemanuskript legte er rasch an die Seite und suchte lieber das Gespräch mit den teils hochbetagten Gästen und den Mitarbeitenden. Er fragte z.B. nach den Gründen, die die Gäste dazu bewegt hatten, die Tagespflege zu besuchen, und betonte, wie wichtig es gerade für die pflegenden Angehörigen sei, dass sie ein- oder zweimal in der Woche ein paar Stunden für sich hätten und vom Pflegealltag ausspannen können.

Gisela Bußmann, deren Mann im letzten Jahr gestorben war, besucht unsere Tagespflege an ein bis zwei Tagen in der Woche. Sie freut sich über die frohe Gemeinschaft und das abwechslungsreiche Programm, das auch von den anderen Gästen gelobt wurde. Die verteilten sogar ein Extra-Lob für die Küche, die täglich ein wohlschmeckendes Mittagessen zubereitet. „Das liegt daran, dass wir im benachbarten Marienheim, zu dem ja die Oase gehört, frisch kochen und es keine langen Transportwege gibt“, betonte Stiftungsvorstand Dirk Hertling, der Thomas Kufen zu Beginn der Feierstunde herzlich begrüßt hatte. Sabine Evers, Leitung der Tagespflege, und Einrichtungsleiter Thomas Schubert freuten sich über die frohe Festveranstaltung, die mit dem Singen des Steigerlieds endete. Hier zeigte sich Oberbürgermeister Kufen erstaunlich textsicher und stieß zur letzten Strophe mit einem Gläschen Eierlikör auf die Tagespflege Oase an, bevor er sich wieder Richtung Rathaus verabschiedete.

 

Rückblick

Oase-Leiterin Sabine Evers blickte anschließend auf die Entstehung der Tagespflege im Jahr 1998 zurück: „Damals wie heute richtet sich unser Angebot an Menschen, die trotz körperlicher oder seelischer Einschränkungen gerne in ihrer eigenen Häuslichkeit wohnen bleiben möchten und einen Einzug in ein Pflegeheim ablehnen. Bei uns erhalten sie Hilfestellungen im Krankheits- und Alterungsprozess sowie bei der Strukturierung des Alltags. Außerdem können wir dem Wunsch nach sozialen Kontakten, Anregungen und sinnvoller Beschäftigung nachkommen.“ Dass jetzt der 2000. Gast begrüßt werden konnte, wertete Evers als Bestätigung der Arbeit: „Die vielen positiven Rückmeldungen von Gästen und Angehörigen machen uns schon ein wenig stolz und zeigen, dass wir mit unserem Konzept, das wir natürlich stetig weiterentwickeln, richtig liegen.“