Richtfest für das St. Josef-Quartier
Meilenstein beim Neubauprojekt „St. Josef-Quartier“ in Hattingen: Heute haben die beiden Bauherren Theresia-Albers-Stiftung (TAS) und Pro Secur Immobilien GmbH mit zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft und natürlich den fleißigen Handwerkerinnen und Handwerkern das Richtfest gefeiert.
Bei strahlendem Sonnenschein ergriff Yvonne Noellen, die zusammen mit Dirk Hertling den Vorstand der TAS bildet, als erste das Wort: Das unter der Regie der Stiftung entstehende CubeHaus wird neben einer Physiotherapie-Praxis und drei Demenz-Wohngruppen auch weitere drei Mietwohnungen beherbergen. Mit der Einrichtung der Physiotherapiepraxis vergrößert die TAS ihr Angebot in diesem Bereich: Derzeit versorgen mehrere Physiotherapeuten die Bewohnenden und Mitarbeitenden vor Ort in den verschiedenen Einrichtungen der Alten- und Eingliederungshilfe der Stiftung. Das bedeutet eine Betreuung und Behandlung der Patienten, ohne dass dafür ein Hol- und Bringedienst notwendig wäre. „Zudem haben wir derzeit bereits eine kleine Praxis auf dem Stiftungsgelände in Bredenscheid, aber die dort vorhandenen Räumlichkeiten werden zukünftig für andere Zwecke benötigt“, sagt Yvonne Noellen, Stiftungsvorstand der TAS. Mit den jetzt entstehenden Räumlichkeiten im St. Josef-Quartier ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für die Ausweitung des Angebots über die eigenen Bewohnenden und Mitarbeitenden hinaus. Die Praxis hat eine Grundfläche von 200 m2 und bietet neben vier Behandlungsräumen auch einen Fitnessbereich an.
Neue Demenz-WGs für Hattingen
Mit der Einrichtung der dreigruppigen, anbieterverantworteten Demenz-Wohngemeinschaft will die Stiftung ein neues Angebot für Hattingen machen. „Hier haben Menschen mit Demenz die Möglichkeit, in einem geschützten Bereich weitgehend eigenständig und selbstbestimmt zu leben“, beschreibt Noellen die Hintergründe des Vorhabens. In der obersten Etage entstehen zudem drei freifinanzierte und seniorengerechte Wohnungen mit je 60 m2 Wohnfläche.
In ihrer Rede erinnerte Noellen auch an die Namensgeberin der Stiftung, die vor knapp 100 Jahren mit dem heutigen Altenheim St. Joseph zunächst ein Wohnheim für obdachlose Männer gegründet und so auf die Nöte ihrer Zeit reagiert hatte.
96 neue Mietwohnungen
Peter Lüke, Sprecher der Geschäftsführung der Pro Secur Immobilien GmbH, bedankte sich bei den Partnern und der öffentlichen Verwaltung, dass sie trotz Pandemie, Ukraine-Krieg und den damit verbundenen Schwierigkeiten für die Bauwirtschaft nie den Glauben an das Projekt verloren haben. Schließlich seien die ersten Überlegungen zusammen mit dem damaligen Stiftungsvorstand Meinolf Roth 2018 angestellt worden, es erfülle ihn mit großer Freude, dass jetzt mit dem Richtfest ein Meilenstein erreicht sei. Im 3. Quartal 2027 sollen die ersten Mieter ihre Wohnungen beziehen können.
„Ein gutes Miteinander!“
Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing betonte die Bedeutung des Vorhabend für die Stadt: „Knapp 100 neue Wohnungen sind in der heutigen Zeit ein wichtiges Aufbruchzeichen für unsere Stadt, in der Wohnraum, bekanntermaßen knapp ist!“ Außerdem erinnerte sie an den Bombenfund während der Bauarbeiten und wie souverän und gleichzeitig einfühlsam alle beteiligten mit dem Großereignis umgegangen seien, insbesondere das Team von Elisabeth Baier, der Einrichtungsleitung des Altenheims St. Joseph.
Reibungsloser Ablauf
Peter Lammsfuß von zwo+-Architekten zeichnete in seinem Grußwort die bisherige Geschichte des St. Josef-Stifts nach: Ursprünglich sollte die Gebäude in Holzbauweise gebaut werden, was aber durch die gestörten Lieferketten aufgrund der Großkrisen finanziell nicht mehr darstellbar gewesen sei. „Es war gut zu sehen, wie reibungslos die Umstellung auf ein anderes Material funktioniert hat!“
Nach dem Richtspruch des Poliers feierten Gäste und natürlich die Handwerkerinnen und Handwerker, denen in allen Grußworten gedankt wurde, ein schönes Fest bei strahlendem Sonnenschein.
Fotos: KNSY Photographie | Bank im Bistim Essen; Hubert Röser | TAS